Wir wollen "lebendige Geschichte" zu machen.
Dabei versuchen wir, die Zusammenarbeit und den Austausch mit anderen Forschern zu verstärken.
Ein Zeitungsbericht im Offenburger Tageblatt vom 30. September 2004 beschreibt uns schon recht gut.

Hier der Text zum nachlesen:

Sie knacken historische Nüsse

Vier Hobby Geschichtsforscher, ein gemeinsames Faible: Immer auf der Suche nach Ahnengalerien Vier Hobby Historiker suchen Kontakt zu weiteren Geschichtsforschern der Region und bieten Privatleuten an, insbesondere bei Recherchen zur Familiengeschichte zu helfen.

Offenburg/Rebland. »Die Leute denken oft, wir sind Spinner, die sich unnötige Arbeit machen«, sagt Franz Josef Müller und begründet dann die vielen Stunden, die er und andere für die Erforschung der örtlichen Geschichte aufwenden: »Wie sollen sich die Einwohner mit ihrem Dorf identifizieren, wenn es keine Informationen über dessen Vergangenheit gibt? «

Der gebürtige Durbacher Franz Josef Müller, die Offenburger Sieglinde Merklinger und Rainer Tast sowie der Fessenbacher Erich Kimmig bilden eine Gruppe Hobby Historiker, die sich unregelmäßig trifft. Dabei helfen sie sich gegenseitig: bei Übersetzungen oder der Beschaffung von Informationen. Müller: »Irgendeiner von uns kann dann immer die Nuss knacken. «

300 Stunden für 200 Jahre

Erich Kimmig (77) hat sich zuerst mit der Familiengeschichte beschäftigt. Von 1822 an lebten seine Vorfahren in Fessenbach; ursprünglich kommen sie aus Schramberg. Kimmig hat dies bis ins Jahr 1460 zurück dokumentiert. Darüber hinaus hat er in der Pfarrei Weingarten alte Kirchenbücher übersetzt und für viele andere Familien die Ahnengeschichte zusammengestellt. Das macht Arbeit viel Arbeit. Der Pensionär schätzt grob: »200 Jahre Familiengeschichte zu dokumentieren erfordern ungefähr 300 Arbeitsstunden. «

Auch Rainer Tast (51) beschäftigt sich vor allem mit seiner Familiengeschichte. (nicht im Bild)

Sieglinde Merklinger (49) hat es hauptsächlich auf »Hexen« und der Verbreitung von Familiennamen in der Region abgesehen. Darunter auch auf ihren Mädchennamen Erb: »Ich werde oft gefragt: Sind Sie aus Friesenheim?«Da kommt der Name Erb laut Merklinger tatsächlich her und verbreitete sich in die Rieddörfer und weiter nach Lahr. »Erb ist einer der ältesten Familiennamen der Region.« Ihr Interesse für die Geschichte nutzt sie auch beruflich: Sie bietet unter anderem historische Führungen in der Region Oberrhein an.

Bei Franz Josef Müller (39) hat die Beschäftigung mit der Historie 1989 begonnen: »Da wurde mein Sohn geboren. Meine Oma hatte mir viel über die Familie erzählt, aber es war nur mündlich, ich hatte nichts Handfestes. Nun wollte ich Dokumente sehen.« Die konnte der Industriemeister bis ins Jahr 1513 zurückverfolgen: Da hatten seine Vorfahren, freie Hofbauern im Durbacher Ortsteil Sendelbach, mit Adligen ein Geschäft getätigt. Müller hat schon einige Artikel für das OFFENBURGER TAGEBLATT geschrieben und schon häufig Informationen über die Durbacher Geschichte geliefert.

In der Region gut daheim

Obwohl alle vier sich stark mit der eigenen Familie beschäftigen, sieht Müller die Mitglieder der Gruppe nicht nur als Erforscher der persönlichen Geschichte: »Jeder von uns ist über die Ortsgrenzen herausgewachsen. Wir haben uns entwickelt.« Das betrifft so wohl die Arbeit es werden auch weit entfernte Archive besucht als auch das angeeignete Wissen: Viel haben sie über »kleinen Leute« gelernt und auch über den Adel der Region. Die Gruppe würde sich über neue Mitglieder freuen und es kann auch Auskunft gegeben werden, falls ein Leser Fragen zur Heimatgeschichte oder zu der seiner Familie hat. Falls Recherchen anfallen, möchten die Mitglieder aber die entstehenden Kosten erstattet bekommen. Zum Beispiel verlangt die Einwohnermeldebehörde Karlsruhe für einen Auszug aus dem Register mit der Angabe von Eltern, Kindern und Geburtsort zwölf Euro.

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